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Rumohrs „Geist der Kochkunst“ und der Geist der Goethezeit, im Zeitalter der kulinarischen Apokalypse

Verfügbarkeit: Auf Lager
Gewicht: 85g
Abmessungen: 15cm x 21cm
ISBN: 978-3-925347-74-0
Seitenanzahl: 26

Preis: 6,00 €

Der Literaturwissenschaftler Ludger Lütkehaus erinnerte 2004, „im Zeitalter der kulinarischen Apokalypse“ mit ihren Fastfood-Ketten, in einem Vortrag vor der Goethe-Gesellschaft an Rumohrs „Geist der Kochkunst“.

Der deutsche Kunsthistoriker und Schriftsteller Karl Friedrich von Rumohr (1785-1843) gilt als Wegbereiter einer quellenkritischen Kunstgeschichtsschreibung und bedeutendester Gastrosoph der Goethe-Zeit. In seinem Buch "Geist der Kochkunst von Joseph König“, es erschien 1822 unter dem Namen seines Leibkochs, setzte er sich mit unterschiedlichen Nahrungsmitteln und Kochtechniken auseinander und sprach sich für die Beibehaltung der unprätentiösen, traditionellen deutschen Küche aus.

Karl Friedrich von Rumohr, dem bedeutenden Gastrosophen der Goethezeit, wird hier von Ludger Lütkehaus auf wohl angerichteten Seiten vollmundig Referenz erwiesen. Der Referent ist in bester Vortragslaune, das Publikum kurz vor dem Durchbruch zum Festgelage. Eine praktische Übung soll die Worte beschließen. Wir dürfen annehmen, dass die Festgemeinde Lütkehausens Bericht über die kulinarische Lage der Nation aufmerksam gefolgt ist. Da allerdings ist von arg Durchwachsenem zu berichten: McDonaldisierung und Cuisine postnouvelle. Hohe Zeit, sich an den Leib- und Magensatz des Herrn von Rumohr zu erinnern, wonach der Mensch nichts anderes ist, als er isst. (Neue Zürcher Zeitung, 5. Februar 2005)