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Alles gezählt?

Lothar Kalbe, Johannes Naacke

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Ausgehend von England, wo 1947 erstmals die Zählung rastender und überwinternder Wasservögel organisiert wurde, ist das Wasservogelmonitoring mit großer internationaler Beteiligung bis heute eines der erfolgreichsten Projekte sowohl für die wissenschaftliche Ornithologie als auch für den Naturschutz. Lothar Kalbe und Johannes Naacke – beide durch eine Reihe von einschlägigen Publikationen ausgewiesene Wasservogelexperten – berichten über die Entwicklung des Projektes in Ostdeutschland von den ersten Wasservogelzählungen zu Anfang der 1950er Jahre bis zur heutigen Organisation des Wasservogelmonitorings durch den Dachverband Deutscher Avifaunisten.

Zusammen mit Prof. Erich Rutschke haben die Autoren eine bewährte Organisationsform für das Wasservogelmonitoring in der ehemaligen DDR begründet und weiterentwickelt. Hunderte von ehrenamtlichen Mitarbeitern zählten in diesem Rahmen alljährlich an festen Terminen von September bis April bei Wind und Wetter in "ihren“ Gebieten die Wasservogelarten. Die so entstandene umfangreiche Datensammlung informiert über die Größe und Veränderungen der Rastbestände, ihre örtliche und saisonale Verteilung sowie über die Bedeutung vieler Feuchtgebiete für einzelne Vogelarten.

Im vorliegenden Bericht wird auch deutlich, mit welchen Tricks und taktischen Finessen die Initiatoren des Wasservogelschutzes in der ehemaligen DDR arbeiten mussten, angesichts der Schwierigkeiten bei der Koordinierung und Organisation eines einheitlichen Wasservogelmonitorings. Rückblickend werden die erstaunlichen Erfolge bei der Etablierung des Wasservogelschutzes und der Ausweisung von Schutzgebieten in der DDR erkennbar.

Rezension

Die beiden Biologen Lothar Kalbe und Johannes Naacke gehörten zusammen mit Prof. Erich Rutschke (1926–1999) zu den Begründern des Wasservogelmonitorings in der ehemaligen DDR. Unter dem Motto „Eh’ man es vergisst“ haben sie die Entwicklung der Zählprogramme minutiös dokumentiert, von den Anfängen in den frühen Fünfzigerjahren bis zur Auflösung des „Fördervereins für Wasservogelökologie und Feuchtgebietsschutz“ Ende 2007, als der Dachverband Deutscher Avifaunisten DDA dessen Aufgaben übernahm.

Das Buch ist eine Fundgrube nicht so sehr für Wasservogeldaten als für Personen, von denen viele in Kurzporträts vorgestellt werden, und für Angaben über Feuchtgebiete und ihren Schutz, und das vor dem Hintergrund politisch und ökonomisch schwieriger Verhältnisse. … (von C. Marti in Der Ornithol. Beob. Band 110, Heft 1, 2013)

 

... Hoch interessant und nicht selten amüsant lesen sich alle intimen Berichte und Erlebnisse, bei denen staatliche Behörden geschickt umgangen oder ausgetrickst wurden, um z B. Kontakte zu Wissenschaftlern im westlichen Ausland zu knüpfen oder aufrecht zu erhalten, mit „unliebsamen“ Personen weiter zusammenarbeiten zu können, Einschränkungen bei der Jagd auf Wasservögel zu erreichen usw. Beide Autoren konnten dabei aus einem reichen Fundus eigener Erfahrungen schöpfen. (von Herbert Grimm in Anz. Ver., Thüring. Ornithol. 7, 2013)

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