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0935-7602
Preis:
16,50 EUR (im Abonnement)
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Einzelpreis:
4,30 EUR
erscheint alle 3 Monate
50 Seiten mit ca. 80 Fotos | Inhaltsverzeichnis Fische
S.4 Spezialisten und Alleskönner
S.8 Was stört den Stör?
S.10 Der lange Weg zum dicken Fisch
S.13 Darf Fischers Fritz noch frische Fische fischen?
S.14 Zu Risiken und Nebenwirkungen
S.16 Ohne Wissen bleibt der Teller leer
S.18 Fische mit Migrationshintergrund
S.19 Hilfe für Auf- und Absteiger
Magazin
S.34 Tierischer Grenzverkehr
S.34 Natura 2000 - Sehen, Erleben, Verstehen
S.34 Letzte Kriegsspuren endgültig beseitigt
S.35 Grünland im Umbruch
S.38 Tauchenfür den Naturschutz
S.40 Gewusst wie
S.42 Gemüsebeete statt Brachfläche
S.44 Kein Platz für märkische Alleen? Rubriken
S.21 Veranstaltungen
S.26 Herausgeber
S.32 Bücher
S.36 Biotoptyp
S.46 Natur ohne Grenzen
S.50 Impressum EDITORIAL Liebe Leserinnen und Leser!
"Fische" sind eine prägende Artengruppe unserer Gewässer.
Die meisten Menschen in Deutschland haben in erster Linie "sportliche" und kulinarische Beziehungen zu Fischen. Nach eigenen Angaben haben die beiden großen derzeit in Fusion befindlichen Anglerverbände DAV und VDSF zusammen 890000 Mitglieder, jeder hunderttse Deutsche ist somit Mitglied eines Anglerverbandes. Angeln ist Volkssport! Einerseits liegt darin eine große Chance. Denn Menschen, die ihr Hobby in der Natur ausüben, sind für ökologische Probleme sensibilisierbar. Andererseits ist die Praxis vielfach weit von einem ökologischen Verständnis der Gewässer entfernt. Fischbesatz gehört neben der Eutrophierung schon heute zu den wichtigsten Gefährdungsfaktoren für unsere Gewässer. Nur wenn es gelingt, mehr über Fische zu vermitteln, als an welche Köder sie am besten beißen könnten, können Angelsport und Naturschutz echte Partner werden.
Die Autoren des vorliegenden Heftes setzen sich mit unterschiedlichen Aspekten in unserer Region auseinander. Die Lobbyverbände sind gut beraten, ihr eigenes Handeln vor dem Hintergrund ökologischer Erkenntnisse zu überprüfen. Neben den Anglern ist die Berufs- und Nebenerwerbsfischerei nicht nur um den Erhalt eines liebgewonnenen Hobbys, sondern aus wirtschaftlichen Gründen darauf angewiesen, eine nachhaltige Ertragsentwicklung einzuschlagen. Umso bedauerlicher ist es, dass die Lobbyverbände auf Scheindiskussionen ausweichen und das Feindbild des Kormorans aufbauen, anstatt sich mit den wirklichen Problemen der Fischerei zu beschäftigen. Ich kann Ihnen nur empfehlen, neben dem naturmagazin die Homepage des Landesfischereiverbandes (www.lfv-brandenburg.de) sowie die Antworten der Landesregierung auf die Große Anfrage der FDP (Drucksache 5/3497) zu lesen, um sich Ihr eigenes Bild zu machen. Auch aus Sicht des fischessenden Verbrauchers kann das aufschlussreich sein, etwa um zu erfahren, dass weniger als 10 Prozent der in Brandenburg vermarkteten Fische in Brandenburg gefangen wurden. Zieht man davon noch einmal die in Aquakulturen und Teichwirtschaften aufgezogenen Fische in Brandenburg ab, so bleiben noch ganze 1,5 Prozent, die aus natürlichen Gewässern stammen ...
Ein "fangfrisches" Lesevergnügen wünscht,
Ihr Tom Kirschey,
Vorsitzender des NABU Brandenburg |